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Jever
Die „Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn“ weihte den Bahnhof Jever am 15. Oktober 1871 ein. An diesem Tag begann auch der Bahnbetrieb auf dem Streckenabschnitt von Jever nach Sande. Von Sande verlief die „Ostfriesische Küstenbahn“ bis nach Asel, das damals eine Grenzstation zwischen Preußen und Oldenburg war. Am 1. September 1888 eröffnete die Kleinbahn der „Jever-Carolinensieler Eisenbahn-Gesellschaft“ eine 20,1 km lange Strecke von Jever in Richtung Carolinensiel. Die Strecke endete aber auf oldenburgischem Gebiet in Friedrichsschleuse. Sie wurde bis zum Schiffsanleger Harle am 1. Juli 1890 fertiggestellt. In Halre gab es ein Trajekt zur Insel Wangerooge und damit zur Inselbahn. Im Bahnhof baute man eine Lokstation mit einem dreigleisigen Lokschuppen. Das aus Backstein gebaute großzügige Empfangsgebäude hatte eine Schalterhalle mit Fahrkartenausgabe und Warteräumen sowie eine Bahnhofsgaststätte. Rechts neben dem Stationsgebäude gab es einen ebenfalls aus Backstein gebauten Güterschuppen und eine Laderampe für den Viehtransport. Eine Ladestraße befand sich links neben dem Empfangsgebäude. Später wurde die Gleisanlage des Bahnhofs um weitere Gleise erweitert und erhielt zwei Stellwerksgebäude, die 1992 aus dem Betrieb genommen wurden. Den Bahnbetrieb auf der defizitären Strecke nach Harle stellte man 1988 ein. Das Empfangsgebäude wurde 1996 verkauft.
Bilder Jever
Bahnhof von 1874
Luftaufnahme
Bahnhof von 1874 Z Bahnhof iel
Die Eisenbahn “kam” am 15. Oktober 1871 nach Jever. Also 36 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Jever hatte zu diesem Zeitpunkt 4.000 Einwohner (Ende 2016 waren es 14.201 Einwohner).  
Ostfriesische Küstenbahn
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